Hausacher Bergsteig – Schwarzwälder Genießerpfad im Kinzigtal

Für den 13,6 Kilometer langen „Hausacher Bergsteig“ sollte man gute Kondition mitbringen: 670 Meter oft steile Auf- und Abstiege sind zu meistern. Der Schwarzwälder Genießerpfad führt in die Berglandschaft des mittleren Schwarzwalds. Dorthin, wo die Seitentäler des Kinzigtals immer näher zusammenrücken. Wo es einsam wird. Belohnt wird man mit Stille, Ursprünglichkeit und viel Natur.

Wanderstiefel geschnürt: Im Gastlichen Kinzigtal ist der Weg ins Grüne ganz nah
Wanderstiefel geschnürt: Im Gastlichen Kinzigtal ist der Weg ins Grüne ganz nah

Auf zur Burg Husen

Gleich zu Beginn geht es steil hinauf zum Wahrzeichen von Hausach: Hoch über dem Ort thront die Burgruine Husen, ihr Vorläufer erbaut um 1220. Vom Burgberg schweift der Blick weit über das langgestreckte Schwarzwälder Kinzigtal und seine Seitentäler. Von Mai bis Oktober ist die Burgruine jeden ersten Sonntag im Monat auch Treffpunkt von Mönchen, Gauklern und Mägden: Bei der Veranstaltung „Burg erleben“ hauchen sie der Ruine wieder Leben ein. Ein Kulturevent von Hausach sind die Burgfestspiele (2013: 12. bis 21. Juli) www.kinzigtal.com.

Wald in allen Facetten

Nach den schönen Ausblicken von der Burg geht es stets bergauf durch Nadelwälder, lichte Buchenwälder und Mischwälder, meist auf urigen Waldpfaden. Unterwegs lustwandelt man auch durch einen malerischen Laubengang – märchenhaft ist das kurze Wegstück, wenn das Grün den Wanderer umflirrt. Eher unheimlich ist ein ganz schmaler Pfad durch dichten Nadelwald. Da muss man fast im Dunkeln den Weg durch die Tannen finden.  

Vesper aus dem Wanderkühlschrank

Nach etwa vier Kilometern hat man auf traumhaften Waldwegen das Haseneckle erreicht. Hier ist eine Schutzhütte, in der man auch bei widrigen Witterungsbedingungen gut Rast machen kann. Bald danach gelangt man auf ein Wiesenplateau mit Himmelsliegen, auf denen man die erste wohlverdiente Pause genießen kann. Bei einem nahe gelegenen Bauernhof gibt es auch einen „Wanderkühlschrank“ mit Vesperangeboten und Getränken vom Bauernhof. Bezahlt wird in ein Kässchen, die Preise sind vom Bauern angeschlagen. Noch zwei weitere Bauernhöfe am Weg haben einen Kühlschrank aufgestellt.

Abenteuer Wald

Auf weichem Wiesengrund geht es licht am Waldrand weiter entlang. Man nähert sich dem Hauserbachtal. Schon von weitem ist die liebliche Hauserbacher Kapelle zu sehen. Sie ist offen und ein Blick hinein lohnt sich. Ein Stück asphaltierter Straße entlang zieht man weiter, vorbei an den wenigen Häusern von Hauserbach. Wieder geht es in den Wald hinein. Ein abenteuerlicher Abschnitt liegt vor einem. Ein Stück geht es noch auf einem Forstweg, dann schwenkt der Pfad hinein ins Unterholz. Fast senkrecht geht’s den Berg hinauf. Ziemlich abenteuerlich. Immer weiter durch den Wald auf Pfaden, die in ihrer Ursprünglichkeit wirklich beeindruckend sind.

Blicke weit in den mittleren Schwarzwald – der Höhepunkt

Langsam nähert man sich dem höchsten Punkt des Hausacher Bergsteigs auf 558 Metern. Knapp 7 km sind bisher geschafft. Mehr als Halbzeit. Grandios öffnet sich der Ausblick über die Schwarzwaldberge. In der Ferne erhebt sich der 945 Meter hohe Brandenkopf, höchster Berg des mittleren Schwarzwalds. Eine Augenweide und echte Belohnung nach dem anstrengenden Aufstieg. Weiter geht's. Teils moosiger Untergrund verleiht das Gefühl auf Wolken zu laufen. Am Waldrand entlang erhascht man immer wieder Blicke auf die Gipfel des Kinzigtals: ein schönes Bergpanorama.

Auch Abstiege sind anstrengend

Obwohl Aufstiege beschwerlich erscheinen, macht man auch hier die Erfahrung, dass auch Abstiege nicht immer ohne sind. Fast zwei Kilometer führt der Weg nun bergab gen Hausach Dorf. Irgendwann erscheint die Dorfkirch zum Greifen nah. Man glaubt sich dem Ziel nahe. Zehn Kilometer hat man hier schon geschafft.
Doch der Weg ist hier noch nicht zu Ende. Die Kreuzbergkapelle ist das nächstes Etappenziel. Und das bedeutet: Noch einen Anstieg kurz vor Schluss. Der Ausblick in das Kinzigtal belohnt jedoch für die Mühen. Und nach der Kreuzbergkapelle geht es direkt hinab zum Ausgangspunkt – dem Wanderparkplatz an der Wassertretstelle. Erschöpft aber glücklich genießt man hier noch einmal einen herrlichen Ausblick.

Höhenpflöcke ermuntern zum Durchhalten

 Zehn Höhenpflöcke mit aufmunternden Sprüchen ermuntern den Wanderer zum Durchhalten. Zu lesen sind zum Beispiel:

282 m jetzt geht es los: 643 Höhenmeter warten auf Sie
400 m: Die Ausblicke sind aller Mühen wert
558 m: Höchster Punkt - mehr Schwarzwald gibt es nicht
270 m: Tiefpunkt - noch einmal Luft holen

Praktische Tipps und Infos zum Weg

Anfahrt:
Kommen Sie mit dem Auto? Dann parken Sie am Wanderparkplatz an der Wassertretstelle (am Ende der Kreuzbergstraße in Hausach).
Kommen Sie mit dem Zug oder Bus? Dann starten Sie im Zentrum von Hausach und wandern direkt auf die Burg Husen.
 

Einkehrmöglichkeiten:

An der Strecke gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Drei Wanderkühlschränke beim Reutegrundhof, Klausmannshof und Oberen Bauernhof bieten Kleinigkeiten für ein Schwarz-waldvesper. Bezahlung direkt vor Ort.
Direkt in Hausach gibt es zahlreiche Restaurants und Cafes.

Broschüren und Informationen:

Der Weg ist beschrieben in der Broschüre „Schwarzwälder Genießerpfade“ von Schwarzwald Tourismus. Zu bestellen kostenlos unter www.schwarzwald-tourismus.info oder Sie laden sich die Broschüre links oben direkt herunter.

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Auf 20 Schwarzwälder Genießerpfaden lässt sich die landschaftliche Vielfalt der Ferienregion Schwarzwald besonders genussvoll erleben. Die bis zu 15 Kilometer langen Rundwege sind Kilometer für Kilometer vom Deutschen Wanderinstitut geprüft worden. Voraussetzung ist das Siegel "Premiumweg".

Wichtig sind: ein hoher Anteil naturbelassener Pfade, schöne Aussichten, Landschaftswechsel - mal gehts durch den Wald, dann über Wiesen, entlang von Steinbrüchen oder Schwarzwaldbächen, vorbei an kulturellen Besonderheiten wie Wegekreuze oder Schwarzwaldhöfen. Und immer wieder laden Himmelsliegen oder Holzbänke zur Pause ein, manchmal liegt ein Gasthof am Weg, ein Schnapsbrunnen oder eine Vesperstation. Einen Überblick über die Schwarzwälder Genießerpfade gibt es auf www.schwarzwald-tourismus.info

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Kontakt

Kultur- und Tourismusbüro Hausach
Hauptstraße 34
77756 Hausach
Tel. 07831 7970

Genießerpfad - Hausacher Bergsteig

Schwierigkeit: mittel Strecke: 13 km Dauer: 4.1166666666667 h Aufstieg: 710 m Abstieg: 709 m
Genießerpfad - Hausacher Bergsteig

aussichtsreich Geheimtipp Premiumweg Deutsches Wandersiegel Rundtour

Schwarzwälder Genießerpfad - sehr anspruchsvoller sportlicher Weg

13,61 km, 761 Höhenmeter, 3,5 h reine Gehzeit

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